Der langen Tradition folgend fand auch in diesem Jahr am zweiten Septemberwochenende das Basicsseminar für Jugendleiter statt. Da wir seit zwei Jahren mit dem Austragungsort durch die Verbände rotieren trafen wir uns dieses Jahr in der JH Kevelaer im Schachverband Niederrhein.

Nach einer doch sehr entspannten Anreise am Freitag Abend und einem leckeren Abendessen konnten wir das Seminar mit einem Kennenlernabend dann auch beginnen, der dann fließend in einen sehr langen Spieleabend überging.

Mehr oder weniger ausgeruht ging es am Samstagmorgen direkt weiter mit dem ersten Workshop, wo wir uns angeleitet von Thomas Kubo Gedanken machten, was für Katastrophen bei einer Maßnahme entstehen können und wie wir als Leiter diese schon bei der Planung verhindern können. Dabei gewährte uns Thomas tiefe Einblicke in die Gedankenwelt eines Maßnahmenleiters vor, während und nach der Maßnahme und schaffte nicht nur ein Gefühl dafür, was Verantwortung bedeutet sondern auch wie man mit dieser richtig umgeht.

Nach zweieinhalb Stunden Arbeit folgte eine ausgiebige Mittagspause, damit wir gestärkt mit Block zwei fortfahren konnten. Hier führte uns Referent Yves anhand praktischer Beispiele aus seinem Alltag als Leiter der Wewelsburg und Theorien aus der Pädagogik in das Leben eines Betreuers ein. Neben alltäglichen Aufgaben auf einer Maßnahme und rechtlichen Hintergründen wurden die Teilnehmer auch mit Problemen direkt aus der Betreuerpraxis konfrontiert und lernten unter Anleitung des Referenten auch mit kniffligen Situationen umzugehen.

Zum Abschluss des bisher Energieaufwändigen, aber auch sehr lehrreichen Samstags klärte uns Karl über die fundamentalen wissenschaftlichen Grundlagen menschlichen Zusammenlebens auf und vermittelte uns Hintergrundwissen zum Entstehen von und zum Umgang mit sozialer Ungleichheit bevor er uns Strategien zur Konfliktbewältigung mit auf den Weg gab.

Ausklingen ließen wir den turbulenten Samstag dann bei Stockbrot und Marshmallows an einem gemütlichen auf dem großen Außengelände der JH. Auch am Samstagabend durfte das gemeinsame Zusammensitzen und Spielen natürlich nicht fehlen.

Ausgeschlafen ging es am Sonntag in die letzte Einheit des Wochenendes. Referentin Alia sprach mit uns über das Thema Spontanität und die Rolle dieser im Leben eines Betreuers. In Gruppen sollten wir versuchen, in den verschiedensten Situationen schnelle und kreative Entscheidungen zu treffen. Bei den anschließenden Rollenspielen, in denen das gesamte Plenum als „Teilnehmer“ agieren durfte wurde den Teilnehmern noch einmal gezeigt, wie schwierig es sein kann, in der Realität zu guten aber schnellen Entscheidungen zu kommen. Wie dies aber dennoch gehen kann, zeigte uns Alia.

Alles in allem blicken alle Teilnehmer auf ein schönes und lehrreiches Wochenende zurück. Die SJNRW bedankt sich bei allen Referenten, die an diesem Wochenende einen großartigen Beitrag zur Ausbildung neuer junger Ehrenamtler leisteten.

 


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